
Dass Reisen abenteuerlich und spannend sein kann, wusste ich. Dass es schon in Frankfurt zu schweißtreibenden Szenarien kommen würde, hätte ich jedoch nicht gedacht. 50 Minuten haben in Frankfurt für den Wechsel des Terminals und den Check-in kaum gereicht. Nachdem ich den Check-in Schalter gefunden hatte, wurde mir relativ schnell klar, dass die Reise zu Beginn unter keinem guten Stern stand: Counter geschlossen, die Damen am Schalter erzählten mir: "Heute nehmen wir niemanden mehr mit". Das große P wie Panik auf der Stirn bin ich an das Gate gesprintet, vorbei an den langen Schlangen vor Pass- und Handgepäck-Kontrolle, doch auch direkt am Gate die Aussage: "Das sieht ganz schlecht aus." 15 Min. vor Abflug tropfte der Schweiß wie das Kerosin aus der Zapfpistole und meine Lungen stießen mehr Luft aus als die Turbinen des A380.

Die meisten Passagiere waren schon in der Maschine, auch Moritz, ein Kommilitone von der Nordakademie, der auch in Santiago studiert und ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich 5 Minuten vor Abflug noch einen Platz im Flugzeug einnehmen durfte. Dass mein Gepäck nicht mit gekommen ist, habe ich dann ja auch erst in Santiago erfahren, aber Gott sei dank habe ich meine Jacke im Handgepäck gehabt, denn außerhalb des Flughafens kondensierte der Atem in der Luft und plötzlich war der schöne Sommer vorbei. Die Sonne schien und der Blick auf die Anden entschädigt für die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Die ersten Tage verbrachte ich im „Patio Suizo“, einer kleinen Herberge. Das erste Zimmer hatte leider keine Heizung, so dass trotz zwei Decken die Nacht sehr erfrischend wurde. Wie auch immer: Vom Patio aus, aus dem südlichen Rand des Barrios Providencia, begebe ich mich auf die Reise und erforsche die Stadt. Die ersten Eindrücke der Stadt habe ich in digitaler Form festgehalten und kann sie Euch hier exklusiv zur Verfügung stellen.
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