Bojan va a Chile

Tuesday, October 03, 2006

Buenos Aires

Es ist spät, ein lauer Wind weht in den verlassenen Gassen von Recoleta. Mit mir streifen drei obskure Gestalten durch das Viertel, während zwei raue Hände den Müll nach verwertbarem Abfall durchwühlen. Es riecht übel, man rümpft die Nase und nach zwei Metern Spießrutenlauf wird klar, die Bakterien und Viren kämpfen in der Luft um den günstigsten Platz, um eingeatmet zu werden – Der Pullover oder Jackenärmel dient für die nächsten 10 Meter als Luftfilter. Es ist ruhig an diesem Abend, die Stille wird nur bei Zeiten von lärmenden Taxen gestört, die, wie so vieles, noch aus den 80er Jahren stammen und vor sich hin holpern.

Die Antwort auf die Frage nach dem ersten Eindruck liegt auf der Hand. Jedoch sollte Buenos Aires über das Wochenende sich noch von ganz anderen Seiten zeigen.

Wo sind die hübschen Fassaden dieser lebhaften, grandiosen Stadt?

Unsere 7 Mann/Frau-starken Truppe hat sich ungeachtet der lauernden Gefahren die Erkundung der Stadt und das Genießen der argentinischen Lebensart zum Ziel gemacht. Bewaffnete Überfälle, Entführungen, Trickbetrüger können die Freude über das reichhaltige Angebot an köstlichem Fleisch, günstiger Kleidung, wilden Partys und leckeren Cafés nicht trüben.

Das Leben in B'aires unterscheidet sich vom Leben in Chile: Lebhaft und ein bisschen italienisch anmutend, sind die Argentinier offen, freundlich und hilfsbereit. Woher ich das weiß?? Die Argentinier sprechen ein schönes, klares Spanisch, zwar mit deutlichem Akzent, aber ENDLICH habe ich mal das Gefühl etwas zu verstehen.

Unser Trip führt uns durch die verschiedensten Viertel, von Palermo, der noblen Wohngegend bis La Boca, wo die bunten Häuser der Unterschicht sich am Hafen reihen und die „Boca Juniors“ und der „Tango“ das Leben bestimmen.

La Boca:


Boca hat nach zwei Gegentoren und einer roten Karte in der ersten Halbzeit das Spiel gegen Velez noch in der zweiten Halbzeit gedreht - IRRE STIMMUNG

Hier sind ein paar Eindrücke des Nachtlebens:


Doch es ging auch tagsüber durch die Stadt:

1 Comments:

  • Warum ist mein hübscher Bruder eigentlich nicht Schriftsteller geworden?

    By Anonymous Anonymous, at 10:53 AM  

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