Cerro San Christóbal und La Casa de Pablo Neruda
Wie die Alster zu Hamburg, so gehören die Berge zu Santiago. Nördlich vom Zentrum erstreckt sich ein kleiner Berg, der zu Fuß oder mit einer kleinen Bahn zu erklimmen ist. Vom Gipfel des "Cerro San Cristóbal" hat man einen herrlichen Blick über Santiago und die Anden, wenn Smog und Wolken,
die von Aussehen und Dichte kaum voneinander zu unterscheiden sind, nicht die Sicht versperren. Juanma, Ansley, Derek, Moritz und ich haben am Samstag den Weg von der Metro-Station bis zur Talstation auf uns genommen. Danach verließ uns aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit die Lust auf den langen Marsch, denn
wir wollten noch bei Tageslicht den Blick über Santiago genießen. Und es hat sich gelohnt. Uns bot sich ein herrlicher Blick auf die schneebedeckten Anden. Es kribbelt schon in den Beinen, ich hoffe, dass ich am nächsten Wochenende mal zum Skifahren komme. Leider sind wir den Rückweg ein wenig zu früh angetreten, der Himmel färbte sich rot als die Sonne etwa 20Min. hinter den Bergen verschwunden war. Das Rot war intensiver als das der Piemont-Kirsche.
Am Sonntag war ich dann mit Juanma aus Ecuador (hier rechts auf dem Cerro San Critóbal) und Mathilde einer Kommilitonin aus Frankreich im Haus Pablo Nerudas, der hier in Santiago ein
hübsches Anwesen besaß. Ausstaffiert mit vielen Sammlerstücken des Schriftstellers bietet das Haus mit zwei Bars, einem Esszimmer mit Geheimtür und schönen Wohnzimmern viel zum staunen. Pablo Neruda war dem Meer sehr verbunden und so finden sich neben niedrigen Decken, schiefen Dielen-Böden viele Kleinigkeiten aus der Seefahrt.Leider ging die Führung so schnell, dass ich nicht überall stehenbleiben konnte, um Fotos zu machen. Das Haus auf der Isla Negra ist jedoch noch sehenswerter, ihr könnt also im Sommer (in meinem) auf kuriose Bilder freuen...

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