Bojan va a Chile

Monday, July 31, 2006

El fin de semana

Der Samstag Abend verlief ruhiger als der Freitag, jedoch nicht weniger lustig. Moritz und ich waren mit Lia und Katja aus Brasilien von der PUC in einer Tapas-Bar essen, neben dem Wein war auch die Konversation chilenisch, wobei mir der Verzehr des Weines leichter viel als das Spanisch-Sprechen, aber ich gebe nicht auf.
Auch am Sonntag war wieder Gelegenheit mit anderen Studenten ins Gespräch zu kommen, eine organisierte Führung durch die Stadt stand an. Ein paar Eindrücke aus der Stadt hat Moritz festgehalten...außerdem ein Mix aus Bildern der letzten Tage:

Saturday, July 29, 2006

La semana pasada

Die Woche war geprägt von Veranstaltungen der Cathólica und der Wohnungssuche, allerdings funktioniert mein Gespür für gute Partys auch hier. Doch der Reihe nach: Der Sprach-Kurs läuft noch weiter und so langsam kann ich mich schon gut artikulieren, wenn mein Gegenüber langsam und deutlich spricht, dann kann ich mir den Sinn des Satzes meist auch erschließen :-)

Das hat auch bei der Wohnungssuche so funktioniert. Bisher habe ich 4 Wohnungen besichtigt und gleich die erste war ein totaler Reinfall.
In Kurzform: Santiago, Freitag, 7 pm. Top Wohngegend, sympathisches Haus. Vor der Wohnungstür ist dumpfer Bass hörbar, die Tür wird geöffnet, mich schauen vier verschlafene Augen an, sie gehören zwei schmuddeligen Heavy-Metal-Fans, die sich um die Sauberkeit ihrer Wohnung nicht scheren. Ein Aschenbecher wird nicht benutzt und auch die Toilettenspülung ist originell, sie wird mit dem Duschkopf befüllt, aber Montag kommt ein Klempner...aaalles klar.

Darauf erstmal ein Bier, das wurde dann bei der für mich ersten offiziellen Veranstaltung von der Católica eingenommen. Eine Party an einem Freitag um 22h hat meist weniger administrative Dinge im Sinn, sondern dient dem bewegen der Beine, dem benetzen der trockenen Kehle und natürlich der rhytmischen Kontraktion der Stimmbänder. Es wurde also Spanisch mit Studenten aus Chile, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Austria, Italien, Guatemala, Brasilien, USA, Australien und Deutschland gesprochen. Ein Deutscher hat jedoch die spanische Sprache total verweigert: "Ey Mann, du bist Deutscher, ich sprech mit Dir doch kein Spansich. Ich bin froh mal wieder mit nem Deutschen zu sprechen." Im weiteren Gespräch stellte sich heraus, dass er grad mal 4 Tage hier war...

Heute ging es noch zu drei weiteren Wohnungen, die mir wieder Hoffnung gaben, jedoch warte ich noch andere Angebote ab und genieße das Wochenende, welches dann noch aus Samstag Abend und Sonntag besteht. Ich werde berichten.

Tuesday, July 25, 2006

Der erste Kontakt mit der PUC

PUC hört sich ähnlich gefährlich an wie SARS ist aber die Abkürzung für Pontificia Universidad Católica de Chile. An diesem Dienstag hatte ich den ersten Kontakt mit der Hochschule. Da die Nordakademie kein Austausch-Programm mit der Católica unterhält, muss man sich relativ viel selbst organisieren. Ich bin daher zusammen mit Moritz in die Hauptverwaltung im Casa Central gegangen, um die Einschreibung vorzunehmen. Nach viel Papierkram und einer langen Liste an Auflagen sind wir an den Campus der Facultad Ciencias Económicas y Administrativas in San Joaquin gefahren. Das Wetter war zwar schlecht, aber trotzdem habe ich mit der Handy-Cam versucht die Stimmung einzufangen. Dass aufgrund der Semesterferien keine Studenten auf dem Campus rumliefen, machte die Sache schon etwas gespenstisch, aber das wird sicher bald ganz anders sein.
Der Besuch an dem Campus San Joaquin war nicht von Erfolg gekrönt, da es eben kein Programma de Intercambio gibt: Ein Einschreiben in die Kurse war noch nicht möglich, erstmal sind die anderen dran - abwarten bis Montag.

Die Wohnungssuche läuft schleppend, da ich mit dem Sprachkurs schon gut ausgelastet bin und andere administrative Sachen auf Spanisch alle ein bißchen länger dauern.

Monday, July 24, 2006

Escuela de Idiomas Violeta Parra

Ein Land lernt man nicht kennen, ohne die Sprache zu sprechen und auch das Studieren wird mit Spanisch-Kenntnissen wesentlich einfacher. Abhilfe schafft in meinem Fall die Sprachschule Violeta Parra. Hier nehme ich die ersten zwei Wochen von 9.30h bis 16.00h Unterricht in einer Gruppe. In der zweiten Woche wird das mit meinen Kursen an der Uni kollidieren, so dass ich, um die Auflagen für den Bildungsurlaub zu erfüllen, in der dritten Woche Stunden privat nachholen werde. Mein Kurs ist auf jeden Fall sehr nett. Ignacio ist unser Lehrer in den Vormittagsstunden und kommt aus Santiago. Auf dem Bild sind die anderen Schüler zu sehen: Die Gruppe v.l. Ruth de Niebüll, Miguel (El lobo) de Bélgica, Christina und Cintia de Brasil, Julian de Münster (El nuevo lobo), Ignacio, That's me. Muchos Saludos!

Sunday, July 23, 2006

Bienvenido

Dass Reisen abenteuerlich und spannend sein kann, wusste ich. Dass es schon in Frankfurt zu schweißtreibenden Szenarien kommen würde, hätte ich jedoch nicht gedacht. 50 Minuten haben in Frankfurt für den Wechsel des Terminals und den Check-in kaum gereicht. Nachdem ich den Check-in Schalter gefunden hatte, wurde mir relativ schnell klar, dass die Reise zu Beginn unter keinem guten Stern stand: Counter geschlossen, die Damen am Schalter erzählten mir: "Heute nehmen wir niemanden mehr mit". Das große P wie Panik auf der Stirn bin ich an das Gate gesprintet, vorbei an den langen Schlangen vor Pass- und Handgepäck-Kontrolle, doch auch direkt am Gate die Aussage: "Das sieht ganz schlecht aus." 15 Min. vor Abflug tropfte der Schweiß wie das Kerosin aus der Zapfpistole und meine Lungen stießen mehr Luft aus als die Turbinen des A380. Die meisten Passagiere waren schon in der Maschine, auch Moritz, ein Kommilitone von der Nordakademie, der auch in Santiago studiert und ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich 5 Minuten vor Abflug noch einen Platz im Flugzeug einnehmen durfte. Dass mein Gepäck nicht mit gekommen ist, habe ich dann ja auch erst in Santiago erfahren, aber Gott sei dank habe ich meine Jacke im Handgepäck gehabt, denn außerhalb des Flughafens kondensierte der Atem in der Luft und plötzlich war der schöne Sommer vorbei. Die Sonne schien und der Blick auf die Anden entschädigt für die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Die ersten Tage verbrachte ich im „Patio Suizo“, einer kleinen Herberge. Das erste Zimmer hatte leider keine Heizung, so dass trotz zwei Decken die Nacht sehr erfrischend wurde. Wie auch immer: Vom Patio aus, aus dem südlichen Rand des Barrios Providencia, begebe ich mich auf die Reise und erforsche die Stadt. Die ersten Eindrücke der Stadt habe ich in digitaler Form festgehalten und kann sie Euch hier exklusiv zur Verfügung stellen.

Saturday, July 22, 2006

It's all in the Grill

Noch einmal den Sommer genießen, Kraft tanken für die lange Reise. Das geht am besten mit einem heißen Grill, kühlen Getränken und guten Freunden. Der letzte Abend wurde im heimischen Garten bis 4Uhr celebriert, so dass am Abreisetag sowohl Aufregung als auch Kater und Müdigkeit die Stimmung bestimmten.